Campo del Cielo   27°28' S, 60°35' W

Staat:  Argentina, Gran Chaco Gualamba, Chaco,

Find: 1576

Class: Iron Valid (IAB) Coarse Octahedrite;

Iron. Valid(IAB) Coarse octahedrite; bandwidth 3.0 mm, with silicate inclusions

Synonym(s): Chaco Gualamba; Charata; El Abipon; El Hacha; El Mataco; El Mocoví; El Patio; El Perdido; El Rosario; El Taco; El Toba; El Tonocoté; Gancedo; Gran Chaco Gualamba; Gran Chaco (iron); Gran Chaco I; Gran Chaco II; La Perdida; Los Guanacos; Mesón de Fierro; Otumpa; Nihuá; Pinalta; Pozo del Cielo; Runa Pocito; San Jago del Estero; Santiago del Estero; Silva; Tucuman; Wöhler's Iron; Reventazone

 

Teile des Campo del Cielo Meteoriten, dieses Eisenmeteoriten, wurden erstmals 1576 entdeckt.

Ein spanischer Gouverneur hörte von Berichten einheimischer Indianer, wonach Eisen vom Himmel gefallen sei. Er sandte daraufhin eine Expedition aus, die mehrere Bruchstücke zurück brachten. Der Fundort, eine wasserarme Ebene, trug den passenden Namen Campo del Cielo -Feld des Himmels-. Rund 200 Jahre später entsandten die Spanier eine weitere Expedition, da vermutet wurde, dass einige Bruchstücke Silber enthielten. Den Berichten der Indianer schenkte man allerdings keinen Glauben, da man davon ausging, dass die Herkunft des Metalls eine Erzmine sei. Dabei fand ein Marineleutnant angeblich ein Fragment, dass er auf 15 bis 18 t schätzte. Da die Untersuchung des Materials jedoch ergab, dass es sich lediglich um Eisen handelte, ließ man es zurück. Das Fragment wurde bei späteren Expeditionen nicht wieder gefunden.

1992 wurde ein amerikanischer Meteoritenhändler vorübergehend festgenommen, als er versuchte, ein 37 t schweres Fragment - das schwerste, das bislang gefunden wurde-, abzutransportieren. Der Händler hatte den Meteoriten von einem Einheimischen erworben, der behauptete, dessen Eigentümer zu sein. Die argentinischen Behörden waren damit jedoch nicht einverstanden und der Meteorit verblieb im Land.

Insgesamt wurden bisher mehr als 100 t Meteoritenmaterial des Campo del Cielo gefunden. Die größeren Bruchstücke werden in und um einen Bereich von 26 Kratern geborgen. Der größte Krater hat einen Durchmesser von 78 m, bei einer Tiefe von 5 m.

Durch die Untersuchung von versteinertem Holz, das in Kraternähe gefunden wurde, ermittelte man mittels der Radiocarbonmethode das Alter der Krater. Demnach dürfte der Einschlag des Meteoriten vor 4.000 bis 6.000 Jahren stattgefunden haben.

Der Meteorit stammt aus dem Asteroidengürtel und wird als grober Oktaedrit der Gruppe IA einklassifiziert.

Chemische Zusammensetzung: 92,6 % Eisen; 6,68 % Nickel; 0,43 % Kobalt; 0,25 % Phosphor; 87 ppm Gallium; 407 ppm Germanium; 3,6 ppm Iridium;

 

Campo del Cielo

 

 

 
   
 
         
 

 

 

 



 

 

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