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MetFAQ

Willkommen bei den Meteoriten Frequently Asked Questions kurz MetFAQ, oder die schöne Deutsche Interpretation Fragen, Antworten und Quintessenzen des Decker Meteorite-Shops. Hier erhalten Sie Antworten auf die häufigsten gestellten Fragen über Meteoriten.

 

Sind Meteoriten gefährlich? Strahlen Meteoriten radioaktiv?

Eines vorweg: Meteoriten sind absolut ungefährlich! Und von Meteoriten geht keine gefährliche radioaktive Strahlung aus! Wer dies glaubt, sitzt einem Irrglauben auf. Meteoriten besitzen wie jeder gewöhnliche Stein auf unserer Erde eine ganz natürliche Strahlung. Diese umgibt uns tagtäglich und ist absolut ungefährlich. Die natürliche Strahlung setzt sich aus kosmischer und terrestrischer Strahlung zusammen uns existiert schon seit der Geburtsstunde unserer Erde. Per Definition ist sie die Gesamtheit der ionisierenden Strahlung, welche ohne Veränderung und ohne Zufuhr weiterer radioaktiver Strahlung des Menschen, auf die Erde trifft. Sie kommt in der Luft vor, die wir ständig einatmen sowie im Erdboden und im Wasser und gelangt so auf natürlichem Weg in unsere Nahrungskette. Hier ist besonders das Wort “natürlich“ in den Vordergrund zu stellen. Falls die natürliche Strahlung einen negativen Einfluss auf das Leben unserer Erde gehabt hätte, wäre es vermutlich nie zu einer solchen Vielfalt an Lebensformen auf unserem Planeten Erde gekommen.

Im Internet liest man jedoch oft die Fragen, ob Meteoriten gefährlich sind, oder ob Meteoriten radioaktiv strahlen. In diesem Zusammenhang tauchen auch oft die Begriffe kosmische Strahlung, radioaktiver Zerfall, Isotope, Halbwertzeit in Verbindung mit Meteoriten auf. Doch eins nach dem anderen. Im Folgenden werden wir auf die oben genannten Begriffe eingehen und diese so verständlich wie möglich erläutern. Eines habe die oben genannten Begriffe gemeinsam. Sie alle bzw. ihre Eigenschaften werden zur Altersbestimmung von Meteoriten genutzt. Zur Altersbestimmung der Meteoriten ist besonders die Existenz der Edelgase Helium, Argon und Neon von Vorteil. Die Altersbestimmung von Meteoriten wird genauso wie bei der Altersbestimmung von irdischem Gestein durchgeführt. Hierzu wird der Zerfall der in geringen Mengen vorhandenen radioaktiven Isotope ausgenutzt sowie die Eigenschaften der Edelgas-Isotope. Ihre Außenschale ist voll mit Elektronen besetzt (Edelgaskonfiguration) und entsprechend reaktionsträge sind sie. Diese Eigenschaft wird ausgenutzt, um sie so leicht aus der Meteoritenprobe extrahieren zu können. Außerdem sind diese Gase an den Zerfallsprozessen jeder Zeitepoche des Meteoriten beteiligt. Es werden drei Alter bei Meteoriten unterschieden: Absolute Alter, Bestrahlungsalter und terrestrische Alter.

Wir hoffen, dass wir mit den obigen Erklärungen die unterschiedlichen Begriffe in einen verständlichen Zusammenhang bringen konnten und natürlich die letzten Zweifel und Missverständnisse bzgl. Meteoriten und Strahlung aus der Welt räumen konnten. Eines liegt uns allerdings noch am Herzen und sollte gesagt werden: Meteoriten strahlen jedoch eine unfassbare Faszination aus und das schon seit Menschengedenken.

Woher stammen Meteoriten?

Die meisen Meteoriten besitzen ihren Ursprung aus dem Planetoidengürtel unseres Sonnensystems und haben eine 4,6 Milliarden Jahre lange Reise hinter sich. Fast alle Meteoriten stammen aus dem Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars. Die Entfernung zwischen Erde und Jupiter schwankt zwischen 588-967 Millionen km. Nur ca. 0,2 % der Meteoriten stammen dabei vom Planeten Mars oder Mond. Aufgrund Zusammensetzung, der langen Reise bis zur Erde und extraterrestrischen Einflüsse, werden Meteoriten auch als "Raumsonden des kleinen Mannes" bezeichnet. Alleine die Tatsache, dass es sich bei Meteoriten um Bruchstücke von Himmelsobjekten handelt, welche für den Menschen nicht ohne Weiteres erreichbar sind, macht sie so fazinierend und wertvoll für die Wissenschaft. Sie geben Aufschluss über die Entstehung unseres Sonnensystems sowie die Körper wie Planeten mit Monden, Asteroiden und Kometen. Bis Heute konnten ca. 3000 Meteoriten in bewohnten Gebieten der Erde entdeckt werden. Von diesen wurden 1000 als spektakuläre Meteoriteneinschläge beobachtet. Insgesamt gibt es ca. 50000 gefundene Meteoritenbruchstücke. Die meisten Meteoritenfragmente wurden in den letzten 40 Jahren bei Expeditionen in der Antarktis und Wüsten (Sahara, Arabische Wüste, Australische Wüste) entdeckt. Bedingt durch das entsprechende kalte und trockene Klima in den Gebieten, wird wie Verwitterung verlangsamt.
Aktuell ist hier besonders der Almahata Sitta Meteorit zu erwähnen, da diese Fragmente des ersten Asteroiden mit der Bezeichnung 2008 TC3 sind, für den eine Kollision mit der Erde vorausberechnet wurde und dieser am 7. Oktober 2008 in der Nubischen Wüste eingeschlagen ist. Ebenfalls sehr selten und rar sind die Mars- und Mondmeteoriten. Sie stellen eine ganz besondere Meteoritenart dar.

Was bedeutet das Wort Meteorit?

Das Wort Meteorit besitzt seinen Ursprung aus der Griechischen Sprache von dem Wort μετέωρος metéōros und bedeutet soviel wie "emporgehoben", "in der Luft befindlich".

Wie wird ein Meteorit noch genannt?

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Wort Meteorstein genutzt. In alten Schriften wird auch von "Aerolith" (= "Luftstein"), "Uranolith" (= "Himmelstein"), "Mondstein", "Donnerstein" oder "Baethylie" (= "besselter Stein") gesprochen.

Woher erhalten Meteoriten ihren Namen?

Meteoriten erhalten Ihren Namen von dem Fundort bzw. den Namen des nächsten Ortes in der Nähe der Fundstelle. So erhielt auch der bekannte Steinmeteorit Chelyabinsk seinen offiziellen Namen, da dieser am 15. Februar 2013 um etwa 9:20 Uhr Ortszeit in der Tscheljabinsker Oblast in der Nähe der Stadt Tscheljabinsk im russischen Ural eingeschlagen ist. Die Meteoriten, welche in einem weniger besiedelten Gebiet, z.B. in der Wüste, auf der Erde einschlagen und gefunden werden, erhalten ihren offiziellen Namen von der jeweiligen Wüste oder Region und einer fortlaufenden Nummer. So hat z.B. der Steinmeteorit JaH 026 seinen Namen erhalten, da dieser in der Steinwüste Jiddat al-Harasis entdeckt wurde. Ein Beispiel einer seltenen und außergewöhnlich Bezeichnung stellt der Meteorit Almahata Sitta dar. Dieser erhielt seine offizielle Bezeichnung nach einer in der Nähe der Fundstellen liegenden Bahnstation. Das wirklich besondere an diesem Meteorit ist allerdings die Tatsache, dass dies der erste vorhergesagte und berechnete Asteroiden-Einschlag auf der Erde ist.
Die offiziellen Namen werden von dem internationalen Nomenklatur-Komitee der Meteoritical Society vergeben. Dieses Komitee hat entsprechende Richtlinien ausgearbeitet, welche die eindeutige Bezeichnung der Meteoriten sicherstellt.

Woran ist ein echter Meteorit zu erkennen?

Sie haben einen auffälligen Stein entdeckt und fragen sich nun, ob dies ein echter Meteorit sein könnte. Wenn Sie die folgenden Punkte mit "Ja" beantworten können, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Meteorit. Oft gibt es jedoch zu jedem Meteoriten ein irdisches Gegenstück, welches dem potentiellen Meteoriten sehr ähnlich sieht. Um sich sicher sein zu können, ob es sich um ein echtes Stück Stein aus dem Weltraum handelt, müssen einige Kennzeichen zusammentreffen:

  • Ist das Fundstück besonders schwer, d.h. ist es kompakt, massiv und besitzt eine hohe Dichte?
  • Wird das Fundstück von einem Magneten angezogen, d.h. ist es ferromagnetisch?
  • Besitzt das Fundstück eine matte Oberfläche oder sogar vielleicht dellenartige Vertiefungen (Regmaglypten)?
  • Besitzt das Fundstück an offenen Bereichen einen metallischen Glanz oder Einschlüsse?
  • Ist das Fundstück von einer mehr oder weniger vollständigen braunen oder schwarzen Kruste (Schmelzkruste) umgeben?
  • Sind kleine, millimetergroße Kügelchen (Chondren) an der Oberfläche oder an einer angeschnittenen Stelle zu erkennen?

Falls Sie jedoch die eine oder andere Frage nicht eindeutig mit "Ja" beantworten können, so kann es sich trotzdem um einen echten Meteoriten handeln. Können Sie jedoch alle Fragen mit "Nein" beantworten, so handelt es sich um einen irdischen Stein nicht kosmischen Ursprungs. Jedoch kann die Schmelzkruste bereits verwittert sein, oder es sind keine Chondren zu erkennen, wenn es sich um einen Achondrit handelt. Eines der wichtigsten Merkmale ist jedoch, dass das Fundstück von einem Magneten angezogen wird, d.h. es ist ferromagnetisch (es besitzt eine magnetische Suszeptibilität). Bei kohligen Chondriten oder Achondriten ist diese Wirkung allerdings so gering, dass man den Meteoriten am besten an einen von einer ca. 50 cm langen Schnur hängenden Magneten/Neodym-Magneten annähert. Hier sollten dann ein Ausschlag des Magneten zu beobachten sein. Aber auch hier kann es sich um einen irdischen Basalt handeln, da diese sich ebenfalls durch ihren Magnetismus auszeichnen. Die Untersuchung der Fundstelle kann jedoch auch weiterhelfen. Gibt es vielleicht sogar an der Fundstelle mehrere ähnliche Steine? Falls ja, so handelt es sich höchstwahrscheinlich um basaltisches Gestein. Basalte enthalten z.B. auch im Gegensatz zu Meteoriten im inneren runde oder ovale Hohlräume (Gasblasen). Aber Achtung: Niemals den potentiellen Meteoriten einfach in zwei Teile zerschlagen! Die Wertminderung eines zerbrochenen Meteoriten ist enorm! Höchstens eine kleine Ecke des Meteoriten abschneiden und anschleifen. Falls nun metallische Körner zu sehen sind, ist dies ein weiters Indiz für einen Steinmeteoriten. Eisenmeteoriten verwittern im Gegensatz zu Steinmeteoriten nicht so schnell und weisen je nach Alter eine Rostschicht auf, der dann die Schmelzkruste zum Opfer gefallen ist. Bei einem potentiellen Eisenmeteorit kann ebenfalls ein kleines Stück abgeschnitten, poliert und angeätzt werden. Sind danach besondere Strukturen, Linien oder Lamellen zu erkennen, so handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit entweder um die sogenannten Widmanstättenschen-Figuren oder Neumannsche Linien und somit muss es ein echter Meteorit sein. Falls jedoch die Strukturen fehlen kann entweder die Schnittfläche bei einem großen Oktaedriten zu klein sein oder es handelt sich um einen Ataxit. Dann müssen weitere Tests wie z.B. der Nachweis von Nickel durchgeführt werden.

Welche Meteoritenarten gibt es?

Es werden die folgende Arten an Meteoriten unterschieden:

  • Eisenmeteoriten: Bestehen hauptsächlich aus Nickel-Eisen (NiFe)
  • Steinmeteoriten: Setzen sich hauptsächlich aus Silikatmineralien und wenig Nickel-Eisen (NiFe) zusammen
  • Stein-Eisen-Meteoriten: Fast die gleichen Anteile an Silikatmineralien und Nickel-Eisen (NiFe), also eine Mischung aus Eisenmeteoriten und Steinmeteoriten

Grundsätzlich werden Meteoriten jedoch nach ihrem Aufbau und Struktur klassifiziert. Eine ausführliche Beschreibung zu diesem Thema erhalten Sie in unserem MetLexikon unter dem Begriff "Klassifikation".

Zu welcher Jahreszeit sind die meisten Sternschnuppen zu sehen?

Die meisten Sternschnuppen sind am 12. August zwischen 02:00 und 04:00 Uhr und in den Monaten Oktober und November am Nachthimmel zu sehen. In dieser Zeit können ganze Sternschnuppen-Schwärme beobachtet werden. Nicht selten können so dutzende Sternschnuppen innerhalb kürzester Zeit bestaunt werden. Ursache für dieses spektakuläre Naturereignis im August sind die sogenannten Perseiden (Laurentiustränen, Tränen des Laurentius). Hierbei handelt es sich um einen jährlich wiederkehrenden Meteorstrom. Dieser besitzt seinen Ursprung in der Auflösung des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Seine Staubteilchen treffen so jedes Jahr mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre und bringen die Luftmoleküle zum charakteristischen Sternschnuppenleuchten. Generell sind die meisten Perseiden-Schnuppen vom 17. Juli bis 24. August zu sehen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Asteroid, Komet und Meteorit?

Asteroiden sind felsige und metallische Kleinplanetenoder Planetoiden und bewegen sich in keplerschen Umlaufbahnen um die Sonne. Sie können eine Größe von wenigen Zentimetern bis hin zu einigen Tausend Kilometern besitzen. Sie sind sozusagen die Hinterlassenschaften nach der Entstehung unseres Sonnensystems und sind daher mitunter die älteste Urmaterie im Weltall. Kometen bestehen im Gegensatz zu den meist massiven Asteroiden aus gefrorenem Wasser, Gasen, Staub und Felsbrocken. Ihrem Aussehen nach könnte man sie auch mit schmutzigen und unreinen Schneebällen vergleichen. Sie entstanden mit unserem Sonnensystem und umkreisen in der Oortsche Wolke (Zirkumsolare Kometenwolke) die Sonne. Durch gravitative Kräfte mit anderen Sternen oder Planeten können diese Kometen aus Ihrer ursprünglichen Bahn gerissen werden. Wenn dieser Komet sich dann der Sonne nähert, kommt es zu einem Phasenübergang des Gases vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand (Ausgasen), wobei auch festere Bestandteile freigesetzt werden können. Diese nun entstehende Gashülle, welche den Komet umgibt, wird als Koma bezeichnet. Ein Meteorit dagegen ist ein interplanetarer Körper, welcher eine ausreichende Masse besitzt um die Erdatmosphäre zu durchqueren und den Erdboden erreicht. Erst wenn dieser Ursprungskörper den Erdboden erreicht hat, wird dieser als Meteorit bezeichnet. Zuvor bezeichnet man diesen Ursprungskörper als Meteoroid.

Was haben eine Feuerkugel (Bolide) und ein Meteor bzw Sternschnuppe gemeinsam?

Eine Feuerkugel (Bolide) und ein Meteor bzw Sternschnuppe werden durch ein und dasselbe Ereignis ausgelöst, mämlich durch den Eintritt in die Erdatmosphäre, jedoch jede Erscheinung für sich eine unterschiedliche Intensität in ihrer Leuchtkraft besitzt. Mit einer ausreichenden Ursprungsmasse können einige von ihnen als Meteoroid die Erdatmosphäre durchqueren und schließlich als Meteorit auf dem Erdboden landen.

Wo können Meteoriten gefunden werden?

Grundsätzlich sind Meteoriten über die ganze Erde verteilt. Aufgrund bestimmter geografischer und kultureller Gegebenheiten, werden viele Meteoriten jedoch besonders häufig in bestimmten Gebieten bzw. Regionen gefunden. Eine detaillierte Beschreibung hierzu finden Sie in unserem MetLexikon unter dem Begriff "Fundverteilung". Einen schönen Überblick der Fundverteilungen der bei uns im Sortiment befindlichen Meteoriten mit interaktiver Weltkarte erhalten Sie auch in unserer Kategorie "Meteoriteneinschläge".

Kann jeder Meteoriten finden und wenn ja, wie?

Auf jeden Fall. Jedoch ist zu empfehlen sich nicht ohne Vorbereitung auf die Suche zu begeben. Denn so kann im wahrsten Sinne des Wortes die Suche nach der Nadel im Heuhaufen auf einen Nagel im Heuhaufen reduziert werden. Hierzu sollte am besten mit den folgenden Fragen auseinandersetzen und diese für sich beantworten können:

1. Wo sollte ich nach Meteoriten suchen? Hier sollte am besten eine Gegend ausgesucht werden, auf welcher der Meteorit die Möglichkeit hat, auch noch Jahrzehnte nach dem Einschlag liegen bleiben zu können. Dies ist gerade in Mitteleuropa nicht selbstverständlich, da die Vegetation den Meteorit nach wenigen Monaten bzw. Jahren einnimmt und diesen im Boden verschwinden lässt. Am besten ist man beraten die Suche auf die Regionen zu begrenzen, von denen bekannt ist, dass auf diesen vorkurzem ein Meteoritenschauer niedergegangen ist. Nach einem solchen Meteoritenregen können bis zu Hunderte Fragmente auf einem Quadratkilometer gefunden werden. Aber auch Regionen, deren Oberfläche nicht vom Menschen oder der Natur abgetragen werden eignen sich sehr gut für die Suche. Ideale Orte sind hier z.B. Sand- oder Eiswüsten. Diese bieten auch den großen Vorteil, dass diese einen guten Kontrast zu der Farbe der Meteoriten bilden. Man kann sich gut vorstellen, dass ein Meteorit auf einer weißen Eisfläche leichter entdeckt werden kann, als ein Meteorit auf einem Acker, einer Wiese oder in einem Geröllfeld. So konnten bei gezielten Suchaktionen an der Antarktis hunderte Meteoritenfragmente sogar mit dem bloßen Auge aus dem Hubschraube ausfindig gemacht werden. Auch werden die Meteoriten unter diesen Bedingungen gut konserviert. Nach neusten wissenschaftlichen Fakten, können sich die sogenannten Mikrometeoriten sogar direkt auf dem eigenen Dach befinden. Diese kleinsten Meteoriten sind oft nicht größer als Staubpartikel und umgeben uns überall. Auf Grund ihrer Größe werden diese aber schnell übersehen. Des Weiteren erschwert der Industriestaub die Suche nach diesen winzigen Meteoriten. Eine interessante und ausführliche wissenschaftliche Ausarbeitung kann in dem Journal der Geological Society of America unter dem Titel "An urban collection of modern-day large micrometeorites: Evidence for variations in the extraterrestrial dust flux through the Quaternary" nachgelesen werden. Ausführliche Informationen erhalten Sie in unserem MetLexikon unter dem Begriff "Meteoritenfund". Eine wichtige Regel bei der Meteoritensuche ist: Die Augen immer offenhalten und selbst die unwahrscheinlichsten Orte in Betracht ziehen. So auch in dem Fall des 1,4 kg schweren Machtenstein Meteorit, welcher jahrelang als Wasserstein in einem Vorgarten verbrachte. Durch einen großen Zufall und die Erinnerung an dessen Fund, eines Mannes, der eine Chronik über den Orte verfassen wollte, kann der Meteorit ab dem Jahr 2020 im geplanten Naturkundemuseum Bayern bestaunt werden.

2. Welche Meteoritenart möchte ich finden? Auch die Antwort auf diese Frage ist von entscheidender Bedeutung. Ein Eisenmeteorit unterscheidet sich nämlich sehr stark von einem frisch gefallenen und mit einer schwarzen Schmelzkruste überzogenen Steinmeteorit. Liegen beiden Meteoritenarten schon einige Zeit auf der Erde so werden die Oberflächen durch Verwitterungsprozesse stark verändert. Zudem können Eisen- und Stein-Eisen-Meteoriten durch Oxidationsvorgänge nach einiger Zeit von einer Rostschicht umgeben sein. Auf der anderen Seite lassen diese Meteoritenarten sich mit gewöhnlichen Metalldetektoren, wenn auch nur bis zu wenigen Zentimetern unterhalb der Erddecke, aufspüren im Gegensatz zu Steinmeteoriten. Bei diesen kommt ein weiterer Faktor hinzu, welcher die Entdeckung dieser Meteoritenart erschwert. Steinmeteoriten unterschieden sich äußerlich betrachtet nur sehr wenig von gewöhnlichem Gestein auf der Erde.

3. Bin ich auf der Suche nach einer Hauptmasse? Wer diese Frage mit einem ja beantwortet, sollte sich mit Pickel und Spaten ausrüsten und auf Löcher graben einstellen, da Meteoriten mit einer entsprechenden Masse eher unter der Erde zu finden sind. Wer die Frage dagegen mit einem nein beantwortet, sollte nach kleinen, schwarzbraunen bzw. graubraunen Individuum Meteoriten auf der Erdoberfläche Ausschau halten. Handelt es sich um ein Fragment und ist dieses noch nicht verwittert, so können auch silbrig glänzende Kügelchen, die sogenannten Chondren, entdeckt werden. Vielleicht liegt aber der nächste Meteorit bei dem Nachbarn auf dem Schreibtisch und dient dort als Briefbeschwerer, ohne dass dieser davon eine Ahnung hat, welchen Schatz er dort liegen hat.

4. Welches Equipment steht mir für die Suche zu Verfügung? Im Idealfall wie oben bereits erwähnt ein Spaten, Pickel und Metalldetektor. Ersteres ist vielleicht noch erschwinglich, macht jedoch ohne Letzteres wenig Sinn. Eine erschwinglichere und leichtere Alternative hierzu wäre ein Neodym Magnet. Hierbei handelt es sich genau genommen um eine Legierung aus Neodym, Eisen und Bor. Aus diesen Stoffen werden die derzeit stärksten Dauermagnete hergestellt. Hiermit lassen sich zumindest die Nickel-Eisen-Meteoriten (Eisenmeteoriten), Stein-Eisen-Meteoriten und einige eisenhaltige Steinmeteoriten aufspüren.

5. Wie kann ich die Suche nach Meteoriten trainieren? Am einfachsten ist es seine Sinne auf die Kombination der Landschaftsumgebung mit einem Meteorit zu trainieren. Sie kennen das Phänomen bestimmt aus eigener Erfahrung. Etwas kleines, vielleicht sogar ein Schmuckstück, fällt auf den Teppich und ist nicht mehr auffindbar. Der Teppich hat es regelrecht aufgesogen. In solchen Fällen hilft es seine Sinne an die Kombination Teppich und Schmuckstück zu schärfen. Hierbei hilft es oft einen ähnlichen Gegenstand oder wenn vorhanden das Gegenstück auf den Teppich zu legen und zu schauen wie dieser sich optisch auf dem Teppich verhält. Oft ist so der gesuchte Gegenstand schnell gefunden, da die Sinne an die Umgebung geschärft wurden. So ähnlich verhält es sich mit Meteoriten in der Natur. Zur Übung kann hier z.B. ein Kieselstein so angemalt werden, dass dieser der gesuchten Meteoritenart optisch ähnlichsieht. Entweder braun, braunschwarz oder silbrig glänzend. Schauen Sie sich am besten bei uns in der Kategorie "Meteoriten" um und orientieren sich an diesen Farben und Oberflächenbeschaffenheit. Haben Sie nun den für sich idealen "Pseudometeorit" erzeugt, können Sie mit diesem auf dem Feld, auf dem Acker, auf der Wiese oder wo auch immer Sie suchen möchten, ihren persönlichen Meteoritenfall simulieren. Trainieren und schärfen Sie Ihre Sinne für Meteoriten in der Natur. Auch wenn ein echter Meteoritenfund schwer ist, so hat doch die Bewegung und der Aufenthalt an der frischen Luft etwas Positives.

Wo kann ich einen potentiellen Meteorit auf Echtheit prüfen lassen?

Ein Fundstück können Sie direkt durch uns prüfen lassen. Füllen Sie hierzu einfach das Meteoriten Check (MetCheck) Formular aus.

Eignen sich Meteoriten als Wertanlage?

Die Antwort lautet eindeutig ja! Was sich im ersten Moment ungewöhnlich anhören mag, ist jedoch nach genauerer Betrachtung eine sehr lukrative Möglichkeit einer Wertanlage. Dabei ist die Grundbedingung für eine potentielle Wertanlage, je seltener und exklusiver, desto besser. Aus diesem Grund sind Meteoriten die perfekte Wertanlage. Diese besonders seltene Materie ist nicht nur zu begrenzten Mengen erhältlich sondern dazu auch nicht einfach zu finden. Entsprechende Meteoriten haben einen Wert von einigen hundert bis sogar tausend Euro pro Gramm! Die Wertanlage Meteorit ist jedoch von äußerst günstigen Zufällen und Naturgesetzen abhängig, denn besitzt ein Meteoroid im interplanetaren Raum nur eine geringe Größe, verglüht er lediglich als wunderschöne Sternschnuppe am Nachthimmel. Somit dient er nicht mehr als Wertanlage sondern als schöner Gedanke und Glücksbinger für einen Wunsch. Besitzt der Meteoroid jedoch eine ausreichend große Masse, erreicht die Restmasse als Meteorit den Erdboden. Damit die potentielle Wertanlage nun auch als solche dienen kann, muss der Meteorit zusätzlich auf erreichbarem Terrain, für den Menschen zugänglich, niedergehen. Dabei sollte man beachten, dass die meisten Meteoriten mit 71 % Wahrscheinlichkeit in den Weltmeeren niedergehen und somit nicht mehr als Wertanlage in Frage kommen. Die besten Bedingungen und Zufälle sind jedoch von keinem Nutzen, wenn der Meteoriten-Fall und -Einschlag nicht beobachtet wurde. Fast jährlich werden noch immer neue Meteoriten entdeckt, deren Einschlag schon einige Jahre bis sogar Jahrtausende her ist. Ganz besonders selten sind Fundstücke von Mond und Mars. Diese machen lediglich 0,2 % aller Meteoriten aus. Damit ein Mond oder Mars Meteorit auf der Erde einschlagen kann, muss ein Asteroiden- oder Meteoroiden-Einschlag diese auf dem Mars oder Mond in das Weltall herausschlagen, bis sie letztendlich nach sehr großem Zufall auf der Erde niedergehen. Wie Sie nun anhand der oben kurz beschriebenen Bedingungen und Beispielen erkennen können, handelt es sich bei Meteoriten um eine wirkliche alternative Wertanlage zu Gold, Immobilien, Aktien, Oldtimer, etc. Zu diesem Thema können wir Ihnen auch den Spiegel Online Artikel "Perlentaucher in der Flut" empfehlen. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und durchstöbern Sie unser Angebot an Meteoriten und Sternschnuppen bei uns im Decker Meteorite-Shop. Vielleicht finden Sie sogar schon den ersten Meteoriten als Startkapital für Ihre persönliche Wertanlage.

Gibt es Meteoriten aus Deutschland?

Auf jeden Fall und nicht gerade wenige. Auf unserer Seite "Meteoritenfälle in Deutschland" des Decker Meteorite-Museum erhalten Sie eine Übersicht aller Deutschen Meteoriten.

 

Wir hoffen, dass wir mit den obigen Antworten einige Unklarheiten aus der Welt schaffen konnten und Ihr Interesse für Meteoriten wecken konnten. In diesem Sinne, wünschen wir Ihnen jetzt viel Spaß bei der Erkundung unseres Sortiments an Faszination ausstrahlenden Meteoriten.

Ihr Decker Meteorite-Shop Team

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Außergewöhnliches Sortiment aus einzigartigen Meteoriten, Sternschnuppen und Schmuck sowie besondere und exklusive Geschenke und Geschenkideen mit Meteoriten.
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Als Mitglied der The Meteoritical Society tragen wir aktiv mit unseren Beiträgen in Wissenschaft und Forschung zu neuen Meteoritenentdeckungen bei.
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Unsere Sternschnuppen-Anhänger aus Glas sind im Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) in ihrem Design geschützt. Zu jedem extraterrestrischen Material erhalten Sie selbst- verständlich ein Zertifikat.
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Besuchen Sie uns in unserem weltweit einzigartigen Meteoriten-Museum, gelegen im UNESCO Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal in Oberwesel am romantischen Rhein.