Woran ist ein echter Meteorit zu erkennen?

Sie haben einen auffälligen Stein entdeckt und fragen sich nun, ob dies ein echter Meteorit sein könnte. Wenn Sie die folgenden Punkte mit "Ja" beantworten können, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Meteorit. Oft gibt es jedoch zu jedem Meteoriten ein irdisches Gegenstück, welches dem potentiellen Meteoriten sehr ähnlich sieht. Um sich sicher sein zu können, ob es sich um ein echtes Stück Stein aus dem Weltraum handelt, müssen einige Kennzeichen zusammentreffen:

Ist das Fundstück besonders schwer, d.h. ist es kompakt, massiv und besitzt eine hohe Dichte?
Wird das Fundstück von einem Magneten angezogen, d.h. ist es ferromagnetisch?
Besitzt das Fundstück eine matte Oberfläche oder sogar vielleicht dellenartige Vertiefungen (Regmaglypten)?
Besitzt das Fundstück an offenen Bereichen einen metallischen Glanz oder Einschlüsse?
Ist das Fundstück von einer mehr oder weniger vollständigen braunen oder schwarzen Kruste (Schmelzkruste) umgeben?
Sind kleine, millimetergroße Kügelchen (Chondren) an der Oberfläche oder an einer angeschnittenen Stelle zu erkennen?

Falls Sie jedoch die eine oder andere Frage nicht eindeutig mit "Ja" beantworten können, so kann es sich trotzdem um einen echten Meteoriten handeln. Können Sie jedoch alle Fragen mit "Nein" beantworten, so handelt es sich um einen irdischen Stein nicht kosmischen Ursprungs. Jedoch kann die Schmelzkruste bereits verwittert sein, oder es sind keine Chondren zu erkennen, wenn es sich um einen Achondrit handelt. Eines der wichtigsten Merkmale ist jedoch, dass das Fundstück von einem Magneten angezogen wird, d.h. es ist ferromagnetisch (es besitzt eine magnetische Suszeptibilität). Bei kohligen Chondriten oder Achondriten ist diese Wirkung allerdings so gering, dass man den Meteoriten am besten an einen von einer ca. 50 cm langen Schnur hängenden Magneten/Neodym-Magneten annähert. Hier sollten dann ein Ausschlag des Magneten zu beobachten sein. Aber auch hier kann es sich um einen irdischen Basalt handeln, da diese sich ebenfalls durch ihren Magnetismus auszeichnen. Die Untersuchung der Fundstelle kann jedoch auch weiterhelfen. Gibt es vielleicht sogar an der Fundstelle mehrere ähnliche Steine? Falls ja, so handelt es sich höchstwahrscheinlich um basaltisches Gestein. Basalte enthalten z.B. auch im Gegensatz zu Meteoriten im inneren runde oder ovale Hohlräume (Gasblasen). Aber Achtung: Niemals den potentiellen Meteorit einfach in zwei Teile zerschlagen! Die Wertminderung eines zerbrochenen Meteorit ist enorm! Höchstens eine kleine Ecke des Meteorit abschneiden und anschleifen. Falls nun metallische Körner zu sehen sind, ist dies ein weiters Indiz für einen Steinmeteoriten. Eisenmeteoriten verwittern im Gegensatz zu Steinmeteoriten nicht so schnell und weisen je nach Alter eine Rostschicht auf, der dann die Schmelzkruste zum Opfer gefallen ist. Bei einem potentiellen Eisenmeteorit kann ebenfalls ein kleines Stück abgeschnitten, poliert und angeätzt werden. Sind danach besondere Strukturen, Linien oder Lamellen zu erkennen, so handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit entweder um die sogenannten Widmanstättenschen-Figuren oder Neumannsche Linien und somit muss es ein echter Meteorit sein. Falls jedoch die Strukturen fehlen kann entweder die Schnittfläche bei einem großen Oktaedriten zu klein sein oder es handelt sich um einen Ataxit. Dann müssen weitere Tests wie z.B. der Nachweis von Nickel durchgeführt werden.

Wir helfen Ihnen gerne mit unserer langjährigen Erfahrung bei der Meteoriten-Prüfung Ihres gefundenen Objektes und ob es sich hierbei um einen echten Meteoriten handelt. Füllen Sie hierzu einfach unser eigens hierfür entwickeltes Formular zur Meteoriten-Prüfung aus. Wir freuen uns schon jetzt auf Ihr Fundstück.

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