Wenn der Meteorit auf die Erde trifft, können je nach Härte des Bodens und der Aufprallgeschwindigkeit Teile der Schmelzkruste beschädigt werden. Diese Stellen sind dann meist Ausgangspunkt für die Entstehung der Verwitterungskruste. Es ist aber ebenfalls möglich, dass die Schmelzkruste vollständig erhalten bleibt. Die Schmelzkruste schützt den Meteorit vor Auswirkungen der terrestrischen Verwitterung obwohl sie selbst der exponierteste Teil des Meteoriten darstellt. Die Schmelzkruste eines nach Stunden oder Tage gefallenen Steinmeteoriten zeigt eine unterbrochene und grobe Textur. Diese Oberflächenbeschaffenheit bietet eine Angriffsfläche für chemische und mechanische Verwitterungsprozesse. Die grobe Schmelzstruktur bindet Verunreinigungen wie Calciumcarbonate, Tonpartikel, Aggregate von Windstaub und Tau. Ihre mangelnde Kompaktheit begünstigt darüber hinaus die Abrasion durch Eis- oder Sandflug, wie sie in den kalten und heißen Trockenwüsten auftritt.